
In der schnelllebigen Moderne die wir Gegenwart nennen, in der Aufmerksamkeit nur noch durch größer, härter und spektakulärer generiert wird, in der das eigentliche Sein durch grelles Geschrei und zügelloses Gegrabsche des Alltags überdeckt wird, muss man auf die raren Zufluchten der Besinnlichkeit achten und für diese einen Moment innehalten.
Eine dieser Oasen, umringt von einheitlicher Dürre, ist das kürzlich erschienene Spiel "Dear Esther", das in einer Sonderausgabe des Gaming Insight-GameCasts und in Textform unter "weiterlesen" beschrieben wird.
Aus der Feder von Produzent Dan Pinchbeck stammend, vermischt sich die Geschichte um den zunächst namenlosen Protagonisten und seiner Esther, mit den grafischen Elementen von Robert Briscoe, welcher unter anderem bei Mirrors Edge tätig war, außerdem mit der Musik von Jessica Curry, einer gefragten Komponistin im Spiele-Bereich, zu einer fesselnde Atmosphäre, die sich, aufgrund von unterschiedlich zusammengsetzter Erzählung und Hintergrundmusik, bei jedem Neuanfang immer etwas anders anfühlt.
Wer sich auf die Emotionen des Spiels einlässt und die generelle Erwartungshaltung eines actiongeladenen Titels für einen Moment pausiert, kann sich mit Dear Esther auf eines der besten, und speziell außergewöhnlichsten, Spiele 2012 freuen.
Ursprünglich als frei erhältliche Modifikaton des Shooters Half Life 2, ist seit dem 14.02.2012 die Neufassung Dear Esthers als komplett eigenständige Version über Steam für 7,99 Euro erhältlich.