
Im offiziellen Forum zu Diablo 3 hat Blueposter Ulvareth die deutsche Übersetzung einer Nachricht von Mike Morhaime an die Diablo-3-Community veröffentlicht. Im Brief blickt der Präsident und Mitbegründer von Blizzard auf die vergangenen zwei Monate seit dem Release von Diablo 3 zurück und gibt Ausblicke auf die Zukunft des Hack’n’Slays. Zunächst bedankt er sich für die Leidenschaft und Hingabe der Spieler, die mit ihrem konstruktiven Feedback dazu beigetragen haben, Diablo 3 zu verbessern. Die Woche nach dem Erscheinen bezeichnet Morhaime als „aus vielerlei Gründen denkwürdig“. So habe Diablo 3 aus Sicht der Verkaufszahlen sogar WoW: Cataclysm, den ehemaligen Rekordhalter im Bereich PC-Veröffentlichungen, in den Schatten gestellt. Jedoch sei er sich auch bewusst, dass der Start nicht ohne Probleme verlief. Diesbezüglich geht er auf die Herausforderungen ein, denen sich Blizzard beim Release von Diablo 3 gegenüber sah.
Erstmals sei die Spielerzahl eines völlig neuen Spiels innerhalb weniger Tage von Null auf sechs Millionen gesprungen. Mit einem solchen Andrang haben die Entwickler laut Morhaime nicht gerechnet. Zwar setzten sie die Schätzungen durchaus hoch an, allerdings habe es letzten Endes einfach nicht gereicht. Für zukünftige Titel werden die Entwickler jedoch alles dafür geben, diese Herausforderung zu meistern. Weiter verrät er, dass das Team nach dem Start rund um die Uhr daran gearbeitet habe, um zusätzliche Hardware zu installieren und Bugs zu beheben. Auch nachdem die gröbsten Fehler behoben wurden, kam und kommt es immer wieder zu Problemen, die die Entwickler jedoch stets so schnell wie möglich beheben möchten.
Anschließend geht er auf einige Änderungen ein, die mit Patch 1.0.4 eingeführt werden sollen. So sollen unter anderen selten genutzte und zu schwache Klassenfertigkeiten verstärkt werden, um vielfältigere Fertigkeitenzusammenstellungen zu ermöglichen. Auch auf neue und verbesserte Gegenstände dürft ihr euch freuen. Weiter soll die Benutzeroberfläche einige Updates erfahren, die vor allem die Interaktion mit anderen Spielern betreffen. Effektive Kommunikation, schnellerer Spielbeitritt und schnellerer Zugriff auf Erfolge von Freunden stehen unter anderem auf der To-Do-Liste.
Desweiteren erklärt Morhaime den Gedanken hinter dem Echtgeld-Auktionshaus. So sollte vor allem Spielern, die Gegenstände sonst über Drittanbieter erstanden hätten, eine sichere Umgebung geboten werden, in der auch die Sicherheit ihrer Accounts nicht gefährden wird. Er sei sich durchaus dessen bewusst, dass das Auktionshaus noch nicht perfekt ist, jedoch hoffe er es mit Hilfe von Feedback aus der Community weiterhin verbessern zu können. Danach geht er noch auf das Thema Onlinepflicht ein, die einigen Spielern sauer aufstößt. Laut eigener Aussage könne er den Wunsch, offline spielen zu können, durchaus nachvollziehen. Jedoch war Diablo 3 von Anfang als Online-Titel geplant, in dem ihr gemeinsam mit Freunden spielen könnt. Viele Spielelemente sind daher direkt mit dem Konzept des Online-Modus verbunden.
Für den kommenden Patch 1.1, der unter anderem auch das PvP-System in Diablo 3 einführt, ist auch ein neues System geplant, welches hochstufigen Charakteren neue Ziele als Alternative zur Item-Jagd geben soll. Mehr möchte Blizzards Präsident zum aktuellen Zeitpunkt dazu jedoch noch nicht verraten. Die vollständige Nachricht von Mike Morhaime an die Community von Diablo 3 lest ihr im offiziellen Forum.