
Nachdem die ersten Patches auf die Diablo III-Server gespielt wurden, veröffentlichte Blizzard eine Zusammenfassung des nächsten großen Patches, der noch diesen Monat erscheinen wird. Hierbei gehen die Entwickler auch auf Systemänderungen ein, die von der Community genannt wurden. Wir haben die Informationen zu Patch 1.0.3 für euch zusammengefasst und ihr könnt sie nachfolgend einsehen.
Neue Drop-Quoten und variable Gegenstandswahl
Mit dem neuen Patch wird Blizzard die Drop-Quoten von Gegenständen in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, als auch Akten, anpassen. Dies bedeutet, dass man zwar immer noch über den schnellen, einfacheren Weg an seine gewünschten Items kommt, sich aber aussuchen kann, ob man dann nicht doch den aufwendigeren Weg zum Ziel nimmt.
Hierdurch möchten die Entwickler zum einen verhindern, dass man sich als Spieler, wenn einem ein Akt zu schwer fällt, die benötigten Gegenstände aus dem Auktionshaus kaufen muss. Zum anderen möchten sie, dass man als Spieler mit einer Strategie zum Farmen nicht auf eine geringe Anzahl an Optionen beschränkt wird, wie man diese erfolgreich durchsetzen kann.
Die folgende Tabelle enthält ungefähre Durchschnittswerte der Drop-Chancen, basierend auf allen Gegenstandstypen:
| Gegenstand | Hölle Akt III und IV | Inferno Akt I | Inferno Akt II | Inferno Akt III und IV | ||||||||||||
| iLvl 61 | 9% | 18% | 19% | 24% | ||||||||||||
| iLvL 62 | 2% | 8% | 12% | 16% | ||||||||||||
| iLvL 63 | 0% | 2% | 4% | 8% |
Änderungen der legendären Gegenstände
Mit Patch 1.0.3 wird es zwar noch keine Änderungen an den legendären Gegenständen geben, aber die Entwickler arbeiten mit Hochdruck an weiteren Anpassungen, der stark diskutierten Unterbewertung der orangenen Gegenstände im Spiel. Wenn die Arbeit an diesen fertig ist, seien sie wesentlich stärker als die blauen Gegenstände und würden jedem Spieler einen Grund geben, diese zu farmen oder zu kaufen, da sie mit einzigartigen oder denkwürdigen Vorteilen ausgestattet sind.
"Mut der Nephalem"-Änderung
Bisher ist es so gewesen, dass die meisten Spieler mit dem Buff "Mut der Nephalem" (fünf Stapel) einen Boss getötet haben und danach den Reiz verloren, den Verstärkungszauber weiter zu nutzen. Dies möchte Blizzard nun ändern, indem sie den Bossen nur noch einen garantierten seltenen Gegenstand in den Beutebeutel stecken, anstatt den vorher zwei garantierten. Natürlich kann man immer noch Glück haben und zwei oder mehr seltene Gegenstände finden, vor allem mit dem besagtem Buff. Als Ausgleich lassen Champions und Gruppen seltener Gegner nun sicher einen seltenen Gegenstand fallen, wenn man sie mit fünf Stapeln "Mut der Nephalem" tötet.
Entfernung des Monsterschadensbonus in Gruppen
Für jeden kooperativen Spieler wurde bisher ein Monsterschadensbonus aktiviert. Dieser wird nun entfernt, da Blizzard möchte, dass Solo-Spieler ohne Probleme auch weiter alleine spielen können und Gruppen-Spieler genauso auf ihre Kosten kommen. Die Entwickler sind der Meinung, dass dieser Schadensbonus oft eines der größten Hindernisse dargestellt hat, das sie nun entfernen möchten. Sie wollen versuchen, sowohl das Solo-, als auch das Gruppenspiel fast identisch zu gestalten. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Gruppenspieler immer einen kleinen Vorteil haben werden, da die Komplexität, dass ein erfolgreiches Zusammenspiel erfordert, belohnt werden wird und die Lücke zwischen beiden nie zu 100% geschlossen werden kann.
Anpassung der Spielbalance zwischen den einzelnen Akten
Da es sonst immer eine Kluft zwischen den einzelnen Akten im Schwierigkeitsgrad Inferno gab, möchten die Entwickler diese nun etwas geringer gestalten. Zwar soll man noch den Unterschied zwischen den einzelnen Akten merken, aber man soll nicht mehr das Gefühl haben, dass es unmöglich sei, in Inferno ab Akt II vorran zu kommen. Man sollte seine Gegenstände sinnvoll wählen und zum Beispiel von einer offensiven Spielweise in Akt I auf eine defensive Spielweise in Akt II wechseln. Wenn man dann etwas mehr Equip zusammen hat, kann man sich darauf konzentrieren, wieder offensiver in Akt II zu spielen, wobei dann für Akt III wieder auf die Verteidigung umgestiegen werden sollte.
Anstieg der Reperaturkosten ab Stufe 60
Um der häufig genutzten "Kettenwiederbelebung bei Bossen" entgegenzuwirken, steigen die Reperaturkosten ab Stufe 60 enorm an. Blizzard möchte, dass die Spieler merken, dass die Möglichkeit des "Wiederbelebens und direkt wieder zum Boss laufen" nicht die effektivste Lösung ist, an Gegenstände oder Erfolge zu kommen. Man soll einen effizienten Weg des Spielens finden und die Entwickler raten allen Spielern, sich bei Hardcore-Bezwingern Rat einzuholen, wie man seine Kosten am besten senken kann.
Anpassung der Angriffsgeschwindigkeiten auf Gegenständen
Aufgrund der Tatsache, dass viele Gegenstände, die die Angriffsgeschwindigkeit erhöhen sollten, nicht richtig funktionieren, wird dieser Wert allgemein angepasst. Blizzard behebt einige Fehler, die es diesbezüglich zur Zeit im Spiel gibt. Außerdem passen sie die generelle Funktion dieses Wertes an, da viele Spieler gemeint haben, dass sie ohne Items mit Angriffsgeschwindigkeit, ihren Charakter nicht ordentlich spielen können. Alles in Allem hätten sie kein Problem mit dominanten Werten, aber gerade bei der Angriffsgeschwindigkeit geht es auch um die Mobilität im Kampf, die Ressourcenerzeugung und den Ressourcenverbrauch. Es gibt zwei Lösungsansätze, die sie aber derzeit noch nicht als den ultimativen Weg, das Problem zu lösen, benennen können.
Anpassungen der Preise beim Handwerk
Die Preise für das Leveln des Schmiedes und des Juwelenschleifers werden gesenkt, so dass man dies wieder als sinnvolle Investition Ansehen kann. Auch die Goldkosten für die Edelsteinverbesserung von Level 2-8, also bis zum perfekt quadratischem Edelstein, werden extrem verringert, wohingegen die Kosten für die besten Edelsteine gleich bleiben.
Die gesamten Änderungen zum Patch 1.0.3 könnt ihr auf der offiziellen Diablo III-Seite nachlesen.
Quelle